RED Monstro 8K

Brauche ich immer die beste Qualität bei Fotografie, Filmproduktion und Videoprojekten?

Viele Menschen setzen Qualität gleich mit Megapixeln bei den Fotokameras und der Auflösung (2K, 4K usw.) bei Video- und Filmkameras. 

Falsch ist das nicht, stimmt aber nur teilweise. Auflösung und Megapixel sind ein Teil der Dinge, die die Qualität ausmachen. Der wichtigste Aspekt ist aber noch immer das Auge des Fotografen oder Kameramanns und sein Verständnis für ua. die Bildkomposition. Er muss ein Auge dafür haben.

Die Qualität des Endproduktes ist unter anderem von der Auslösung, dem Auge des Kameramann und Fotografen, Lichtsetzung, Look, Ausstattung, Regie und der Post-Produktion (Bildbearbeitung, Schnitt, Color-Grading) abhängig.
 

Vergleich Aufnahme in 1080p und 4K

Brauche ich 50MP, 100MP 4K, 6K und 8K Auflösungen?

Nein, in der Regel nicht. Wir schon. Überwiegend exportieren, veröffentlichen und bearbeiten wir das Material in FullHD/1080p. Das liegt nicht daran, dass wir, YouTube oder Vimeo das nicht verarbeiten können, in den Video-Portalen findet man durchaus hochauflösenden Content. 4K-Material sieht toll aus, unglaublich detailreich, allerdings ist der Bedarf nur im High-End Markt gefordert. Zum Beispiel bei Autos, im Sport oder bei Luxus-Artikeln. Diese Videos guckt man sich auf den passenden Endgeräten an, die die Auflösung wiedergeben können. Im breitgefächerten B2B oder B2C ist dafür einfach kein Bedarf. Dazu kommt, dass die Postproduktion in 4K oder höher erfolgen muss, auch die Animationen und 3D-Visualisierungen. Das erfordert mehr Zeit und ein größeres Budget.

Für uns ist es auf jeden Fall hilfreich in 4K oder Größer zu filmen oder mit 50MP+ zu fotografieren. Das Endergebnis ist besser und wir bei der Bearbeitung mehr Spiel und Möglichkeiten.  Können kreativer sein, sind flexibler. Tun wir das nicht, schränken wir uns selber ein. Nutzen nicht die Möglichkeiten, die uns unsere Technik bietet. 

Im Vergleich: 8 Megapixel reicht für DIN A3 vollkommen aus. Selbst für A1 könnte es noch reichen, bei einem Betrachtungsabstand von 2 Meter oder mehr. Keiner steht 10cm vor einem großen Plakat. 4K-Video/UHD hat auch „nur“ 8 Megapixel und wir finden es trotzdem toll.

Megapixel und Auflösung sind nicht alles. Kinofilme werden zwar in 4K+ gedreht (Die Avengers auch mal in 6K RAW), Kino selber ist „nur 2K“. Das richtig gute Bild gibt es erst später, auf Blu-Ray, bei Netflix und dem richtigen Fernseher. Im Kino hat erst mal keiner was davon. Viel wichtiger ist die Kreativität und das Auge des Fotografen oder Kameramanns. Der Ton, Musik und vor allem die Geschichte, die erzählt werden soll. Passt das, kann man über viele andere Ding hinwegsehen.

Geschrieben von:
Daniel Scherber

Inhaber stillworks // Kameramann // Kopterpilot

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